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Mehrmals im Jahr erscheint in jedem der 23 Club Aktiv Plus eine neue Broschüre – prall gefüllt mit Aktivitäten und Ideen für ein gutes Altern. Doch wie entsteht ein solches Programm? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir Georges Andrade vom Club A Bosselesch getroffen. Während er konzentriert bunte Schmucksteine für ein Diamond‑Painting sortiert, beschreibt der Direktionsbeauftragte aus Monnerich den Entstehungsprozess seiner Clubbroschüre.

 

Ideen sammeln, prüfen und weiterdenken

Im Club „A Bosselesch“ hat jede und jeder im Team sein Spezialgebiet.

 

Angie

Fatima

Georges

Carole

 

Angie ist die Expertin für Tagesausflüge. Sie sammelt Ideen, durchforstet das Internet, greift Vorschläge der Teilnehmenden auf und entwickelt konkrete Angebote.

 

Sie weiß, welche Aktivitäten sich für welche Jahreszeit eignen, wann sich eine Zusammenarbeit mit einem anderen Club anbietet, und welche Fragen geklärt werden müssen: Wie viele Personen können teilnehmen? Was kostet es? Wann ist Abfahrt?

 

DIE VORBEREITUNG DER CLUBBROSCHÜRE BLEIBT FÜR VIELE UNSICHTBAR. UND GENAU SO SOLL ES SEIN. WICHTIG IST, DASS DIE BROSCHÜRE INSPIRIERT, AUSWAHL BIETET UND ZUM MITMACHEN EINLÄDT. DIESE PROGRAMME SIND ABER NICHT NUR EINE ABFOLGE VON AKTIVITÄTEN. SIE FÖRDERN SOZIALEN AUSTAUSCH, STÄRKEN GEMEINSCHAFT UND TRAGEN ZUR VORBEUGUNG VON VEREINSAMUNG BEI.

 

Für den kreativen Bereich ist Fatima zuständig. Schmuck herstellen, Seifen gießen, Makramee knüpfen – sie sucht stets nach neuen Trends und prüft, was im Club umsetzbar ist. Sie organisiert Materialien und stimmt sich mit externen Kursleitenden ab.

 

Kann wieder ein Stickatelier angeboten werden? Passt der Samstag um 15 Uhr? Einige der entstandenen Werke finden später ihren Platz zum Verkauf auf einer Etagere im Club: liebevoll gestaltete Stücke, versehen mit ansprechenden Etiketten – entstanden im Kreativatelier „A Bosselesch“.

 

Georges koordiniert die Clubbroschüre und plant zudem die Sportangebote und Reisen. Im Frühling ging es nach Holland – eine Reise in Zusammenarbeit mit dem Club Strassen, der auch die Organisation übernahm.

 

Im Herbst steht Spanien auf dem Programm, diesmal unter der Verantwortung des Clubs „A Bosselesch“. Welches Hotel kommt infrage? Welche Aktivitäten werden angeboten? Wie viele Zimmer können zu welchem Preis gebucht werden? Unterstützt wird Georges bei der Planung von einer ehemaligen Mitarbeiterin aus einem Reisebüro – ein echter Glücksfall, wie er erzählt.

 

Ein stabiles Fundament und Raum für Neues

Wie in jedem Club gibt es auch in Monnerich Aktivitäten, die fest zum Alltag gehören. Sie bilden das Gerüst des Programms, geben Orientierung und Verlässlichkeit. Die Teilnehmenden kennen sie, viele kommen regelmäßig. Rund um dieses Fundament entsteht Raum für neue Angebote, für Experimente, für aktuelle Themen.

 

„EINE BROSCHÜRE ZU PLANEN, IST KOORDINATIONSARBEIT. WER ÜBERNIMMT WAS UND WANN? IST FÜR UNTERSCHIEDLICHE INTERESSEN UND BEDÜRFNISSE ETWAS DABEI? WELCHE AKTIVITÄTEN WERDEN VON MITARBEITENDEN, FREIWILLIGEN ODER EXTERNEN KURSLEITENDEN GESTALTET? UND WELCHE ZUSÄTZLICHEN ANGEBOTE KÖNNEN DURCH NEUE ANBIETER INS PROGRAMM AUFGENOMMEN WERDEN?“

Georges Andrade, Direktionsbeauftragter im Club „A Bosselesch“

 

Der Weg aufs Papier: Layout und Logistik

Ist das Programm nach mehreren Meetings festgelegt, beginnt die Arbeit an der Broschüre selbst. Zu jeder Aktivität wird ein kurzer zweisprachiger Text verfasst. Passende Bilder werden gesucht, die Innenseiten hausintern gelayoutet. Es folgen Druck und Versand.

 

Nach dem Erscheinen beginnen die Einschreibungen. Carole nimmt sie entgegen, stellt Rechnungen aus und kümmert sich um die Buchhaltung.

 

Und dann beginnt alles von vorn

Kaum ist eine Broschüre erschienen, geht der Blick wieder nach vorne. Im Sommer werden über Winteraktivitäten nachgedacht und über Bastelideen für die Weihnachtszeit.

 

Ein fortlaufender Kreislauf, Jahr für Jahr. Eine echte Teamarbeit.

 


Über die Club Aktiv Plus
Das Netzwerk der 23 Club Aktiv Plus in Luxemburg ist eine Initiative des Familienministeriums, umgesetzt in Zusammenarbeit mit 11 Trägern und 86 Gemeinden. Ziel ist es, aktives Altern zu fördern und die soziale Teilhabe vor und nach dem Eintritt in den Ruhestand zu stärken.

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