In den Club Aktiv Plus sind es die Menschen, die die Räume mit Leben füllen. Menschen mit Geschichten, mit Talenten, mit einem offenen Herzen. Menschen, die freiwillig kommen und bleiben, weil sie hier etwas finden, das man nicht planen kann: Verbundenheit.
Wie stark diese Verbundenheit ist, zeigte sich unter anderem beim Fest der Freiwilligen am 20. Januar im Club Haus an de Sauerwisen in Rümelingen. Dort wurde spürbar, wie das professionelle Team und die Ehrenamtlichen gemeinsam den Club tragen. Wir haben mit einigen Freiwilligen gesprochen, die den Club Tag für Tag bereichern.
SIE LESEN VOR, GRILLEN, MUSIZIEREN UND UNTERSTÜTZEN DORT, WO SIE GEBRAUCHT WERDEN. DURCH IHR ENGAGEMENT VERLEIHEN DIE FREIWILLIGEN DEN CLUBS EINE ZUSÄTZLICHE QUALITÄT. ES ENTSTEHT EINE FORM VON GEMEINSCHAFT, DIE ZEIGT, WIE VIEL MÖGLICH WIRD, WENN MENSCHEN IHREN CLUB AKTIV MITGESTALTEN.
Die Leseoma und ihre stille Begleiterin
Da ist zum Beispiel Sylvie. Viele Jahre arbeitete sie im hauswirtschaftlichen Bereich einer Maison Relais. Seit ihrer Rente ist sie im Club Aktiv Plus als Leseoma aktiv. Einmal im Monat sitzt sie vor einem guten Dutzend Kindern und liest ihnen vor. Immer an ihrer Seite: Miss Sophie, ein Plüschtier mit wachen Augen, das jede Geschichte aufmerksam mithört. Für die Kinder ist Miss Sophie der stille Star.
Wenn Feiern zum Teamprojekt werden
Wenn im Club gefeiert wird, ist sie nicht weit: die Sechserbande. Ein eingespieltes Frauenteam, das bei Festen selbstverständlich mit anpackt – im Service, hinter der Bar oder beim Spülen von Gläsern und Tellern. Und draußen am Grill steht Manuel, dessen Rolle entscheidend ist. Er sorgt dafür, dass das Grillgut genau im richtigen Moment auf den Tisch kommt. Ein Fest ohne den Grillprofi? Kaum vorstellbar.
Klänge, Schritte, Zahlen und Lebenslust
Viele Themenabende werden musikalisch von René, dem Saxophonspieler, begleitet, dessen Spiel den Raum füllt und die Stimmung hebt. „Natürlich mache ich das freiwillig“, betont er. Und wenn getanzt wird, stammen einige Schritte vielleicht von Ilona – einer über 80-jährigen Dame, die trotz Rollator noch immer eine Tanz- und Turnaktivität betreut. Mit einer Energie und einem Humor, die beeindrucken und anstecken.
Dann ist da der frisch pensionierte Herr, der gelegentlich Führungen durch die Minette anbietet. „A guide for a day“ – das macht er schon seit Jahren. Über diese Leidenschaft kam auch der Kontakt zum Club zustande. Wissen teilen, Orte zeigen, Menschen mitnehmen: Auch das ist Freiwilligenarbeit.
Nicht zu vergessen die Buchhalterin im Ruhestand, die bei Events Tickets verkauft und die Kasse übernimmt. Zahlen, Ordnung, Verantwortung – für sie kein Muss, sondern ein Vergnügen.
Die meisten Freiwilligen sind ganz selbstverständlich auch „normale“ Besucherinnen und Besucher. Sie nehmen an Aktivitäten teil, trinken einen Kaffee, kommen zu Vorträgen oder Kursen. Eine Dame ist gleich viermal pro Woche im Club. Andere nutzen zusätzlich Angebote in weiteren Clubs.
DE CLUB SOLL E BËSSEN ESOU SINN EWÉI D’STUFF VUM KAYLDALL – ENG PLAZ, WOU ALL MËNSCH WËLLKOMM ASS A SECH WUELFILLT.
Elisabeth Schmit, Direktionsbeauftragte im Club Haus an de Sauerwisen
Und dann gibt es jene, die erst seit Kurzem dabei sind – wie die Dame, die ihren Platz noch sucht. Doch hier ist man sicher: Sie wird ihn finden.
Was den Club wirklich trägt
All diese Menschen sind die Seele des Clubs. Sie halten zusammen, unterstützen sich, lachen miteinander – und sind auch in schwierigen Zeiten füreinander da.
„Ich liebe es, hier zu sein“, sagt Sylvie. „Wie Familie.“
Über die Club Aktiv Plus
Das Netzwerk der 23 Club Aktiv Plus in Luxemburg ist eine Initiative des Familienministeriums, umgesetzt in Zusammenarbeit mit 11 Trägern und 86 Gemeinden. Ziel ist es, aktives Altern zu fördern und die soziale Teilhabe vor und nach dem Eintritt in den Ruhestand zu stärken.
INFOBOX
Dieser Beitrag erschien erstmals in den ClubPages, Nr. 98 / 03.2026.